Auszeit nehmen

Auszeiten-nehmen-Kristin

Auszeiten sind wichtig für das Wohlbefinden. Genau das musste ich Anfang dieses Jahres selbst feststellen. Ständig Arbeiten ohne Pausen und Wochenenden haben dazu geführt, dass ich eine meiner liebsten Beschäftigungen bei Seite gelegt habe. Ich habe auf gehört zu vloggen.

Seit ich Selbstständig bin und von zu Hause arbeite, arbeite ich eigentlich den ganzen Tag. Kaum bin ich aufgestanden, führte mich bisher mein Weg zu meinem Computer. Noch vor dem ersten Kaffee habe ich erste E-Mails beantwortet oder an neuen Projekten gearbeitet.

Bin ich dadurch produktiver geworden und weitergekommen? Nein!

Auszeiten-nehmen-Kristin

Blick über den Zuger See links die Rigi und rechts der Pilatus.

Vielmehr habe ich jeden Tag das Gefühl gehabt nichts geschafft zu haben. Meine To Do Liste ist ins unermessliche gewachsen und ich bin mit meinen Aufgaben nicht mehr hinterhergekommen.

Die Folge war, dass ich Dinge die mir Spaß machen und mir Energie geben vernachlässigt habe, um noch mehr schaffen zu können.

Seit einiger Zeit habe ich aber ein paar Abläufe an meinem Tag geändert. Dadurch bin ich produktiver geworden und merke, dass ich auch mit weniger Arbeitszeit genauso viel, wenn nicht sogar mehr schaffe. Ich habe mir Auszeiten geschaffen und dabei festgestellt, wie wichtig das ist.

Auszeiten-nehmen-Kristin-02

Blick über den Vierwaldstätter See.

6 Dinge die ich geändert habe

Schritt für Schritt versuche ich zur Zeit meine alten Muster abzulegen und so in meinen Alltag ein paar mehr Auszeiten einzubauen.

1. Morgenroutine ändern

Nachdem ich morgens aufgestanden bin, schalte ich nun nicht mehr gleich meinen Computer ein. Ich nutze die Zeit zum Aufwachen, trinke ganz gemütlich meinen ersten Kaffee und genieße die erste, ruhige Zeit des Tages.

Auszeiten-nehmen-Kristin-03

Blick über den Zuger See auf den Pilatus.

2. Mittagspausen einhalten

In der Regel bin ich in der Mittagspause immer nur schnell in die Küche gegangen, habe mir Haferflocken mit Apfel gemacht und dann weiterarbeitend, während ich am Computer gesessen und gegessen habe.

Um den Kopf etwas frei zu bekommen und sich nach der Mittagspause wieder auf die nächsten Aufgaben konzentrieren zu können, ist das aber der denkbar schlechteste Weg.

Mittlerweile setze ich mich mit meinen Haferflocken entweder an den Esstisch oder auf die Couch und nutze die Zeit gedanklich von der Arbeit wegzukommen.

Auszeiten-nehmen-Kristin-04

Blick vom Vierwaldstätter See aus Richtung Luzern kommend auf den Pilatus.

3. Spazieren Gehen

Einmal am Tag, meistens im Anschluss an mein Mittagessen, versuche ich etwas an die frische Luft zu gehen. Den ganzen Tag drinnen zu sitzen ist für mich als Stubenhocken zwar mit Abstand die schönste Sache der Welt, aber die Produktivität fördert es nicht.

Bewegung ist sehr wichtig und sich am Tag mit ganz anderen Dingen als der Arbeit zu befassen noch viel wichtiger. Da ich durch meine Tätigkeit im Homeoffice schon auf einem Arbeitsweg verzichten muss, versuche ich ihn so zu ersetzen.

4. Feierabend machen

Zu der Tatsache, dass ich morgens als erstes meinem Computer eingeschaltet habe und sofort mit der Arbeit begonnen habe gesellte sich noch, dass ich abends meist sehr lange und sehr spät noch am Computer gesessen habe. Nach dem Abendessen habe ich mich diverse Male wieder an Projekte gesetzt und E-Mails beantwortet.

Mit einer Uhrzeit zu der ich Feierabend mache, versuche ich das zu ändern. So schaffe ich mir die Möglichkeit auch unter der Woche etwas für mich zu tun und vielleicht einem Hobby nachzugehen.

Blick vom Pilatus runter auf den Vierwaldstätter See.

5. Wochenende einhalten

Du hast es sicherlich schon geahnt, auch das Wochenende war bisher vor Arbeit nicht sicher. Der Ablauf war im Prinzip der gleiche wie unter der Woche, nur das meine Arbeit am Morgen dann irgendwann, ganz zu meiner Unzufriedenheit, durch ein Frühstück unterbrochen wurde.

Ich kann sehr froh sein, dass ich einen Freund habe, der so verständnisvoll ist und das alles mitmacht.

Blick vom Pilatus runter auf den Vierwaldstätter See.

6. Social Media Zeiten einrichten

Eines ist klar, Social Media ist der größte Zeitfresser unserer Zeit. Wie schnell verliert man sich auf Instagram, klickt, liked, kommentiert und schon ist mindestens eine Stunde vorbei!? Gleiches gilt für YouTube. Ein Video jagt das nächste und die Zeit geht so dahin.

Aus diesem Grund habe ich mir Zeiten gesetzt, in denen ich Social-Media-Kanäle bewusst und aktiv nutze. Ich plane meine Beiträge auf den Netzwerken weitgehend vor und schaffe mir so den Freiraum nicht jeden Tag einen Beitrag schreiben zu müssen. Die einzige Ausnahme die die Instagram Storys, die ich tatsächlich immer manuell mache. Doch auch hier achte ich darauf, nur meine Story zu veröffentlichen und mich anschließen meiner Arbeit zu widmen.

Blick vom Zugerberg auf die Rigi.

Wie du sicherlich in einigen Stellen herauslesen konntest, schaffe ich auch noch nicht alles jeden Tag umzusetzen. Man sollte diese Veränderung als Prozess sehen und sich über jeden Tag, an dem man es schafft etwas umzusetzen freuen. Alte Muster lassen sich nicht von heute auf morgen ablegen.

Hast du vielleicht noch weitere Tipps, um sich Auszeiten im Alltag zu schaffen?

Schreib es mir in die Kommentare.

Liebe Grüße

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Blog. Setzte ein Lesezeichen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.